Sinn und Zweck eines Demografiemanagements ist es, den Auswirkungen des demografischen Wandels auf eine Organisation aktiv zu begegnen und die damit verbundenen Herausforderungen aktiv anzugehen. Ein gut umgesetztes Diversity-Management hilft dabei, die soziale Vielfalt innerhalb eines Unternehmens zum Wohle der Belegschaft und der Organisation als Ganzes zu nutzen. Zur Beschreibung der Vielfalt werden u.a. folgende Kategorien verwendet: Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung und Identität, Behinderung, Familienstand, Einkommen, Religionszugehörigkeit, Bildungsstand, Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen.

DiversityWir halten es für zielführend Demografie- und Diversity-Management zu verzahnen, da demografische Entwicklungen und Herausforderungen aufgrund von Vielfalt einander bedingen. Aktuellen Studien zufolge wird die Bevölkerung in Deutschland, in den nächsten Jahrzehnten, um 20 Prozent abnehmen. Bei den jüngeren Beschäftigten wird sich diese Entwicklung besonders deutlich bemerkbar machen. Um unter diesen Umständen die eigene Wettbewerbsfähigkeit halten und ausbauen zu können, müssen Unternehmen mehrgleisig fahren. Sie müssen Bedingungen schaffen, um ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter länger beschäftigen zu können und sie müssen für jüngere Fach- und Führungskräfte aus dem In- und Ausland attraktiver als die Konkurrenz sein. Insbesondere der Mittelstand ist hierbei gefordert, um mit größeren Unternehmen mitzuhalten.

Die Belegschaften werden vielfältiger. Das Ziel muss es dennoch sein, dass sich möglichst alle Beschäftigten mit ihrem Arbeitgeber identifizieren. Die Bedürfnisse der unterschiedlichen Gruppen sind jedoch sehr verschieden. So zeigt sich heute, dass die Jüngeren oftmals weniger an einem hohen Gehalt, sondern vielmehr an Beständigkeit, Entwicklungsmöglichkeiten und herausfordernden Aufgaben interessiert sind. Sie wollen einen Sinn in ihrer Tätigkeit finden, Beruf und Freizeit vereinbaren können und sie tendieren schneller als ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu, den Arbeitsplatz zu wechseln, wenn sie sich wenig wertgeschätzt fühlen.

Stellen sich Organisationen hingegen auf die unterschiedlichen Erwartungen ihrer Belegschaft ein, können sie deren Vielfalt zum Wohl des Unternehmens nutzen, denn ausländische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können beispielsweise zusätzliche Erkenntnisse dazu beisteuern, wie ein Produkt oder eine Dienstleistung sein sollte, um in ihrem Herkunftsland attraktiv zu sein. Ein aktives Diversity-Management trägt somit auf unterschiedliche Wege zur Wertschöpfung eines Unternehmens bei.

Organisationen, die ein sichtbares Diversity-Management betreiben und sich der Charta der Vielfalt verpflichten, sind nicht nur attraktivere Arbeitgeber, sondern sie locken nachweislich innovative Arbeitskräfte an. Darüber hinaus fördern sie die Leistungsfähigkeit ihrer Belegschaft zum Beispiel dadurch, dass auf die Lebenssituation Alleinerziehender besser eingegangen wird. Auch sind beispielsweise lesbische und schwule Fach- und Führungskräfte leistungsfähiger, wenn sie keine Energie darauf verwenden müssen, sich über ihre Akzeptanz innerhalb der Organisation zu sorgen, sondern unbekümmert private Fotos auf dem Schreibtisch stellen oder vom vergangenen Wochenende berichten können.

Wir unterstützen Sie dabei, ein auf Ihre Organisation passgenaues Demografie- und Diversity-Management zu etablieren. Hierbei setzen wir weniger darauf, für einzelne Gruppen Mitarbeitervereinigungen zu gründen, wie das einige größere Firmen bereits tun. Vielmehr geht es uns darum, die Akzeptanz und Wertschätzung von Vielfalt innerhalb der Belegschaft insgesamt zu fördern, da hiervon die einzelnen Gruppen deutlich stärker profitieren und gegenseitige Vorurteile so am effektivsten abgebaut werden können. Durch diesen Weg gelingt es auch am besten voneinander zu lernen. Ein Team kann somit beispielsweise von der Erfahrung und Gelassenheit Älterer ebenso profitieren wie von der Flexibilität, Offenheit und Neugierde Jüngerer. 

Die folgende Übersicht zeigt Ihnen beispielshaft wie die Etablierung eines Demografie- und Diversity-Managements aussehen kann.

Profilerstellung: So soll für uns ein optimales Demografie- und Diversity-Management aussehen; Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Profilerstellung sowie Aufklärung über die geplanten Maßnahmen; Entwicklung eines Zeit- und Projektplans für die Umsetzung

Erhebung und Auswertung des Ist-Zustands anhand verschiedener Kriterien (z.B. Auswertung der demografischen Situation: Altersstrukturanalyse, Erhebung der allgemeinen Zusammensetzung der Belegschaft, Einbeziehung vorhandene Leitlinien, Erhebung der Einstellung zu den Diversity-Kategorien durch Mitarbeiterbefragungen etc.)

Parallele Auswahl und Anwendung geeigneter Instrumente (z.B. Entwicklung eines erweiterten Leitbildes, Schulung und Sensibilisierung sowie Coaching von Führungskräften und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren innerhalb der Organisation, Ausbildung von Demografie- und Diversity-Beauftragten, Ableitung langfristiger Personalmaßnahmen aufgrund der Ergebnisse der Altersstrukturanalyse, Implementierung von Änderungen im Arbeitsablauf – z.B. altersgerechte Umgestaltung von Arbeitsplätzen, transparente Berücksichtigung der Diversity-Merkmale bei Stellenbesetzungen und Beförderungen zur Verhinderung von Diskriminierung)

Verstetigung der im letzten Schritt getroffenen Maßnahmen zur dauerhaften Etablierung des Demografie- und Diversity-Managements; Nutzung der Vielfalt für die Weiterentwicklung der eigenen Produkte und Dienstleistungen

Kommunikation der Demografie- und Diversity-Aktivitäten nach außen zur Steigerung der Arbeitgeber- wie auch der Produktattraktivität, Nutzung der Entwicklungen im Rahmen des Personalmarketings

Regelmäßige Evaluation und Anpassung der Maßnahmen zum Umgang mit dem demografischen Wandel und der Vielfalt im Unternehmen, hierbei: Integration neuer, wissenschaftlicher Erkenntnisse

Basics

Mit unseren „Basics“ zeigen wir Ihnen, wie Sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter optimal gewinnen, führen, motivieren, binden, weiterentwickeln und für Veränderungen gewinnen können.
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